Dienstag, 8. Mai 2018

Ankunft in Olympia

In eigener Sache: Die letzten beiden Beiträge stehen leider in falscher Reihenfolge, mal wieder Probleme mit dem WWW und ich habe es zu spät bemerkt, tut mir Leid.

Die Strecke an der Küste entlang ging zügig voran, denn die Straßen werden immer besser und breiter, um so weiter man sich Patras nähert. Dann führte uns unser ausgeschilderter Weg aber durch Malkrisia, auch ohne Gegenverkehr (glücklicher Weise) war es mehrmals Zentimeterarbeit da durch zu kommen.

Olympia liegt in einer hügeligen Gegend etwas im Landesinnern. Es ist sehr grün hier und der Ort macht einen gepflegten Eindruck. Durch die Touristen ist mehr Geld da, um den Ort heraus zu putzen. Mit dem Camping Alphios haben wir eine sehr gut Wahl getroffen.
Wir haben uns erst mal umgesehen, die Lokale inspiziert und ausprobiert (mit Schafskäse überbackene Auberginen und Fleischklopse Königsberger Art in Zitronensoße). Hier fand ich auch mein neues Urlaubs-T-shirt und eine noch nicht verschwitzte Sonnenkappe.
Auf dem Rückweg mit den Fahrrädern entdeckten wir ein Hinweisschild zum olympischen Theater.

Es ist erst einige Jahre alt, aber im alten Stil erbaut mit wunderschöner Aussicht aufs Land. Da wir alleine waren konnten wir das mit der Akustik ausprobieren. Wenn man im Innern des Bühnenkreises steht und redet, wird man gut in den obersten Rängen verstanden, für den Sprecher klingt es, als hätte die eigene Stimme einen Hall- oder Echoeffekt.



Montag, 7. Mai 2018

Wasserfall von Gianouleika

So, nun sollen wir den ersten richtigen Regenguss, seit dem wir in Griechenland sind, abbekommen.

Nach dem Frühstück wurde noch die Bettwäsche gewaschen und aufgehängt, denn nach dem Wetterbericht soll der Regen erst heute Nachmittag uns erreichen.
Nach getaner Arbeit schnappten wir unsere Räder und fuhren in den Nachbarort Gianouleika, wo nach einem Wasserfall (4 km entfernt)
ausgeschildert war. Auf Asphalt, später auf Staubweg ging es in ein nettes Tal hinein. Überall wuchsen Olivenbäume.



Dann war ein Plätzchen als Parkplatz ausgeschildert von wo es nur noch zu Fuß weiter ging. Ein schmaler Pfad, der gleich einen schlanken Stamm als Brücke nutzte, schlängelte sich durch einen bizarren Urwald.
Mal rauf, mal runter immer dem Wassergeräusch nach. Und plötzlich standen wir vor den ersten kleineren Fällen, denen wir aufwärts zum eigentlichen Wasserfall folgten. Es war eine traumhafte Kulisse. Ich entdeckte einen kleinen Frosch und ein Schmetterling sonnte sich auf einem Efeublatt. (s. u.)


Auf dem Rückweg spürten wir einige einzelne Tropfen und als wir uns der Küste näherten wurde die Straße immer nasser.
Auf dem Campingplatz angekommen, stellten wir fest, dass die Wäsche nicht viel abbekommen hat und bei dem wieder einsetzenden Sonnenschein, wurde sie schnell ganz trocken.

Am Nachmittag versuche ich bei mäßigen Internet-Empfang diesen Blog abzuschließen . Aber es hat auch noch zu einer Runde Boule gereicht.
Und da eine nette Leserin danach gefragt hat: Gestern gab es bei einem in Köln geborenen Griechen, der im letzten Jahr aus Wien hier her gekommen ist eine leckere Pizza mit hauchdünnen Teig; griechisch waren vor allem der Käse und die Kapern. Das Abschmecken ist für uns vor allem das typisch Griechische, diesmal die Kapern, ein anderes Mal ist es der Zimt.


Über Marathopoli und Kiparissia nach Tholo



Nach dem es die ganze Nacht geregnet hatte, klarte es im Laufe des Vormittags auf. Wir packten ein, bezahlten, kauften Olivenöl ein, tankten und dann ging es los - ein kleines Stück auf der neuen Schnellstraße, die uns aber zu langweilig war. So ging es zurück über die Dörfer an der Küste. Diese
Entscheidung führte uns dann auch nach Marathopoli, wo wir gut einkaufen konnten, uns mal wieder mit Bargeld versorgten und nach einem Strandbummel essen gingen. „Griechisch ist dabei, dass man erst mal ein Papiertischtuch bekommt, dass gekonnt mit 4 Klemmen über der Stofftischdecke befestigt wird. Unaufgefordert kommt dann ein Krug mit Quellwasser oder auch nur eine Wasserflasche auf den Tisch. Oft folgte dann ein Korb mit Brot so wie ein Schälchen mit Oliven in Öl. Die interessanten Sachen hatte die Küche noch nicht vorrätig, so wählten wir Sardellen, so wie Hackfleisch-Küchle mit Pommes, nichts Außergewöhnliches, aber schmackhaft.

Als wir durch Kiparissia fuhren, sah Gudrun Wagons und den Bahnhof. Ein kleines Café hält den Bahnhof geöffnet. Aus den Gleisbett blühte es schön, während eine alte Lok auf dem Denkmal vor sich hin rostet. Ein Weichen-Schild zeigt bezeichnend in den Himmel. Dort befindet sich vielleicht die Zukunft der griechischen Eisenbahnen. Ein Kaffee aus der Espressomaschine zeigte aber, dass Wandel möglich ist.



Weiter an der Küste entlang suchten wir nach einem Campingplatz. Hier in Tholo wurden wir fündig. Einfach, aber preiswert, noch etwas feucht genügt



 er uns für eine Nacht. Der nahe Strand ist in der Nähe der noch leeren Strandbars total verdreckt, während etwas weiter entfernt tausende Narzissen stehen und einige andere Pflänzchen, die Insekten Nahrung und Schutz bieten.                                                                                                                      
  



Samstag, 5. Mai 2018

Nestors Grotte und die Ochsenbauch Bucht

Wir sind heute wieder an den Parkplatz am Ende der Navarino-Bucht geradelt. Von dort geht ein Wanderweg an der Gialova-Laguna entlang.

Nach nur wenigen Metern entdeckten wir so was wie einen Brunnen. An dessen Rand ringelte sich eine schöne Schlange entlang. Etwas weiter kreuzte eine Schildkröte unseren Weg. Das letzte Stück zur Ochsenbauch-Bucht verlief durch Sanddünen. Immer wieder blühten ganz andere Pflanzen. Ich kletterte dann noch das erste Stück in Richtung Nestors Grotte. Als würde man auf eine Düne hinauf klettern, hin Schritt vor, ein halber zurück gerutscht, mit viel Sand in den Schuhen ging es nur langsam, aber Schweiß treibend hinauf bis zu einem kleinen Plateau. Von dort konnte ich den Grotteneingang gut erkennen. Hier breitete sich eine blaue Wiese mit Strandflieder aus. Auch hatte ich einen schönen Blick auf die Bucht. Dann wurde der Weg immer schwieriger und ich machte kehrt.

Der Nachmittag ist für Baden, Wäsche waschen und Boule spielen reserviert.
Noch eine Anmerkung zum Wetter: Wolken sind bis her die große Ausnahme, aber meist weht ein Wind. Bei etwas über 20°C Lufttemperatur kühlt er den Körper aus und man friert mit der Zeit selbst in der Sonne. So suchen wir uns gerne ein etwas windgeschütztes Plätzchen im Halbschatten unter Bäumen. Abends macht das Sitzen im Freien nur mit Socken und Fliesjacke Spaß.

Freitag, 4. Mai 2018

Paleo Kástro an der Navarino Bucht


Heute Morgen sind wir mit den Fahrrädern die Bucht nach Norden bis zur Skya Enge gefahren. Dort haben wir unsere Fahrräder abgeschlossen und sind hinauf zur Festung gewandert. Diese von den Franken auf den Überresten einer Akropolis erbaute Anlage bietet einen wunderschönen Blick auf die nahe Insel Sphaktiria und die Bucht von Navarino.



 Auf unserem Weg sahen wir viele Käfer, Spinnen, Heuhüpfer, Grillen und Schmetterlinge. Die Spinnennetze hingen manchmal in mehreren Metern Höhe zwischen den Bäumen. Da es noch weitere Fahrradtouren gibt so wie Wandermöglichkeiten bleiben wir noch etwas hier.





Donnerstag, 3. Mai 2018

Pýlos (Navarino)



Nach nur kurzer Fahrt über einen kleinen Pass erreichten wir Pilos. Gleich am Ortseingang befindet sich ein alter Aquädukt. Ab da wurde die sonst gut ausgebaute Straße schmäler. Am Hafen fanden wir einen Parkplatz am Hafen von wo aus wir einen Spaziergang zum Kastell und dann in den Ort machten.
Mitten im Kreisverkehr, der Platz war sehr groß, saßen wir unter Platanen und tranken unseren Kaffee Americano. Das soll die gute Stube des Ortes sein, wo sich alles trifft.



Eine hervor zu hebende positive Überraschung war die geschmackvolle Toilette des Cafés.

Da auch alle Busse hier rum mussten (um den Platz so wie am WC, von den meisten nicht beachtet, war allein das ein sehenswertes Schauspiel.
Wir fanden dann auch aus dem Kreisverkehr hinaus und über Serpentinen hinaus aus dem Ort. Bis Gialova und dem Camping Navarino war es dann nur noch ein Katzensprung.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Von Finikoúnda nach Menthóni

Um Finikoúnda ist der Strand sehr schön, also etwas für die Badefreunde, aber auch dasSurfen geht, wenn der Wind richtig weht. Wir haben die Zeit hier genutzt, um mit den Fahrrädern ein Stück ins Hinterland zu fahren. Anschließend wurden wir vom Trubel am Hafen mit netten Geschäften und Lokalen überrascht. Es war 1. Mai, auch hier ein Feiertag.


(Eine Anmerkung am Rande: Ich verwende die Schreibweise  von Orten, so wie ich sie im Reiseführer finde, manchmal aber wie ich sie in der Straßenkarte finde und die sind in den seltensten Fällen identisch!)









Heute Morgen haben wir zusammen gepackt und sind das kurze Stück bis Menthóni gefahren.Die Festung liegt malerisch auf einer Halbinsel und die Ursprünge stammen aus römischer Zeit, dann kamen die Venezianer, die Türken, 1828 die Franzosen. Jeder baute daran herum, auf jeden Fall sind die Reste beeindruckend. Über eine kleine Brücke kann man auch den Boúrtzi-Turm besichtigen. Einige Treppen führen in unterirdische Gänge die man selbständig erkunden kann.
Danach waren wir rechtschaffen hungrig und wir suchten uns eines der vielen netten Lokale am Hafen aus, die um einen neu gestalteten Platz liegen. Dazugibt es einige gute Einkaufsmöglichkeiten, wie einen Bäcker mit Mischbrot/Graubrot.
Der Campingplatz selber liegt noch im Winterschlaf, aber die Toiletten sind sauber, auch gibt es Strom und guten Internetempfang.