Dienstag, 15. Mai 2018

Über die neue Brücke nach Delphi


Nun haben wir den Peloponnes verlassen.
Wir benutzten die Autobahn bis kurz vor Patras und bewunderten die Brücke, die Rio mit Adirrio oder den Peloponnes mit Zentral-Griechenland verbindet; das kühne und optisch ansprechende Bauwerk. Die Küstenstraße nach Osten entlang des Isthmus ist weitgehend gut ausgebaut. Die Straße führt meist am Berghang entlang um die Ortschaften herum. Das hat natürlich den Nachteil, dass man die Orte nicht mehr kennen lernt. Nafpaktos mit seinen Befestigungsanlagen wäre einen Stopp sicher wert gewesen.
Bei anderen Ortschaften waren die Ausfahrten bereits so eng, dass wir weiter gefahren sind.
In Itea sind wir dann zum Hafen abgebogen und haben schnell einen Parkplatz gefunden. Hier ließe sich gut einkaufen und zu Mittag essen. Außerdem bräuchten wir eine Saftpresse, denn an der Tankstelle vor uns stand ein Pickup mit Orangen, Zitronen und Kirschen. Da war ich zu mutig und der Grieche packte in eine Tüte kraefti das Obst hinein, deswegen die Saftpresse, und die Kirschen sind so viel, dass wir Marmelade einkochen mussten. ( So was soll in Griechenland vorkommen)
Galaxidi
Jetzt stehen wir auf dem Campingplatz Apollon bei Delphi und haben morgen ein großes Besuchsprogramm vor uns.

 


Faulenzertag

Nach der etwas anstrengenden Tour genossen wir gestern den netten Campingplatz. Am späten Vormittag führen wir mit den Fahrrädern in den nächsten Ort zum Einkaufen.



Es fiel uns auf, dass hier mindestens so viele Pickups wie in den USA herum fahren. Dabei sind es Modelle, die es bei uns fast überhaupt nicht gibt, wie zum Beispiel von OPEL, MAZDA, DATSUN oder Ford (USA). Da fahren Wagen aus den 60 er_Jahren bis zu den neuesten Modellen herum. Irgend so ein Kleverle hat dann auch gleich noch die deutschen TUEF_Plaketten hier eingeführt.
Was noch auffällt sind die großen Keramik-Toepfe mit den horizontalen Rillen. Manchmal sind sie angemalt, bayrisch Blau-Weiss, was dann wirklich Geschmacksache ist.
An den Enden der Ziegeldächer befinden sich immer Mal wieder Keramikteile, Mal floral, Mal figural verziert. Wenn sich diese am Ende des Fürsten befindet, dann sehen die Häuser irgend wie japanisch aus.
Dazu kommt immer Mal wieder eine Kaminhaube, die einem großen Vogel ähnelt.


Sonntag, 13. Mai 2018

Gebirgsfahrt über Panopoulo, Lambia und Kalavrita

Camper aus Reutlingen erzählten uns von dieser schönen, abwechslungsreichen Tour, die wir uns heute vornahmen.
Zuerst im Zick-Zack durch die Kartoffel- und Melonenfelder, später durch Olivenhaine bis an die Küste bei Kalithea und Katakolo.
Wie man das findet? Mit der freien App "OsmAnd" und dazu gehörigen freien Karten (die ersten 5 sind frei, weitere aber sehr preiswert), kann man Internet unabhängig navigieren, wie beim Auto Start und Ziel eingeben und nicht vergessen auf Fahrrad umzuschalten, dann kann es los gehen, wenn das Smartphone aufgeladen ist.

In Katakolo gehen die Kreuzfahrtschiff-Passagiere an Land, wenn sie Olympia besuchen wollen. 

Dadurch ist der kleine Ort gekennzeichnet durch viele Tavernen, Bars und Läden aller Art, manches durch aus mit Flair.

Nach einer längeren Pause, während dessen 
wir dem Trubel zuschauten, fuhren wir wieder zurück.


Samstag, 12. Mai 2018

Fahrradtour nach Katakolo

Camper aus Reutlingen erzählten uns von dieser schönen, abwechslungsreichen Tour, die wir uns heute vornahmen.
Zuerst im Zick-Zack durch die Kartoffel- und Melonenfelder, später durch Olivenhaine bis an die Küste bei Kalithea und Katakolo.
Wie man das findet? Mit der freien App "OsmAnd" und dazu gehörigen freien Karten (die ersten 5 sind frei, weitere aber sehr preiswert), kann man Internet unabhängig navigieren, wie beim Auto Start und Ziel eingeben und nicht vergessen auf Fahrrad umzuschalten, dann kann es los gehen, wenn das Smartphone aufgeladen ist.

In Katakolo gehen die Kreuzfahrtschiff-Passagiere an Land, wenn sie Olympia besuchen wollen. 

Dadurch ist der kleine Ort gekennzeichnet durch viele Tavernen, Bars und Läden aller Art, manches durch aus mit Flair.

Nach einer längeren Pause, während dessen 
wir dem Trubel zuschauten, fuhren wir wieder zurück.


Waschtag

 

Angefangen hat der Tag beim ersten Dämmern, noch bevor die Sonne sich sehen gelassen hat, mit einem fürchterlichem Quak-Konzert. Es ist unglaublich, was die kleinen Kerle für einen Lärm machen können und wenn sie dann noch zu mehreren auftreten und sich gegenseitig übertönen wollen, dann zieht der Mensch im Bett den Kürzeren, steht auf, packt und wechselt auf den nächsten Campingplatz. Nur 500 m weg, längst nicht so sauber und erst seit eben mit Internet,aber man schläft traumhaft.


Als die Wäsche dann hing, nahmen wir die Fahrräder und fuhren nordwärts am Strand entlang nach Kouroutas (noble Promenade mit noch wenig Kundschaft) und weiter bis wir einen Bäcker fanden.
Gegesssen habe wir später in Palouki am Hafen:
Zucchinibällchen, Zaziki und ein kleiner gemischter fischiger Vorspeisenteller, mmmh...
Und dann sich einfach an den Strand setzen, die Seele baumeln lassen und auf´s Meer hinaus schauen.



Donnerstag, 10. Mai 2018

Panoramafahrt von Olympia nach Amaliada



Bei bewölktem Himmel fuhren wir von unserem Hügel das letzte Mal hinunter in den Ort (69 m ü. NN), vorbei an etlichen Bussen, hinaus aufs Land in nordöstlicher Richtung. Meine Bedenken wegen dem Zustand der Straße zerstreuten sich schnell, gut ausgebaut und breit schlängelte sie sich über etliche Grate mit
Bild zum Vergrößern anklicken
 toller Aussicht in alle Richtung hinauf nach Lalas ( 611 m ü. NN). Die einzigen Hindernisse waren mehrere Schafherden, die vom Melken auf die Weiden getrieben wurden. Als ich mal wieder für eine Herde in eine Ausweichbucht gefahren bin, lief mir eine drollige Schildkröte über den Weg. Sie schaute recht sorgenvoll aus ihrem Panzer heraus, als ich sie hoch nahm, um sie Gudrun zu zeigen. Hier sahen wir auch Kirsch- und Nussplantagen.
Panopoulo ( 594 m ü. NN) ist ein kleines Zentrum wo man gut Rast machen und die Vorräte ergänzen kann. Hier auf dieser Höhe blühten am Straßenrand noch viele Blumen. So fand ich auch mehrere Arten von Orchideen.



Laufend gab es weite und interessante Ausblicke über die Landschaft, so dass der Titel Panoramafahrt gerechtfertigt ist.
Über Simopoulo ( 203 m ü. NN) fiel die Strecke dann zügig bis wir Amaliada erreichten. Hier gibt es ein ausgeklügeltes Einbahnstraßensystem, durch das uns das Navi mit überraschenden Haken durch manövrierte. Mal ein Hinweisschild wäre sehr hilfreich gewesen.

Von dort war es nur noch ein kurzes Stück bis zum Camping Palouki (9 m ü. NN) am Mittelmeerstrand.


Mittwoch, 9. Mai 2018

Olympia mit Ausgrabungen und Museum


Der Tipp, morgens früh am Eintrittskarten-Schalter zu sein, ist Humbug. Die Busse sind schon längst da, viel besser wäre es gewesen, um die Mittagszeit die Runde zu beginnen. Nun ja, wir versuchten das Beste daraus zu machen und die Gruppen mit den Täfelchen und Fähnchen zu umgehen. Weitläufig ist das Gelände ja. Wegen eines Erdbebens ist fast alles umgefallen und später hat niemand mehr so viel Geld gehabt, das wieder auf zu bauen.

Die einzelnen "Gebäude" sind auch auf Deutsch beschriftet und mit Rekonstruktions-Zeichnungen ergänzt, so dass man sich in etwa vorstellen kann, wie es gewesen ist. Trotz der vielen Besucher herrschte eine besondere, angenehme Atmosphäre durch die alten Steine und die alten Olivenbäume, die allen Schatten gewährten.
Eng wurde es eigentlich nur beim WC, wo wir auch noch 2 Heupferde fanden.




In nur kurzer Entfernung befindet sich das Museum bin den Artefakten, die man bei den Ausgrabungen gefunden hat. Nach Epochen getrennt ist die Anzahl sehr groß und es sind wunderschöne Stücke dabei.

Um so größer die Originale waren, um so seltener hat sich was intakt erhalten. Neben einzelnen schönen Einzelfiguren, waren die Figurenfriese des Apollotempel (s. u.) am eindrucksvollsten.

Danach waren wir wie erschlagen und ruhten uns in einer Taverne aus, bevor wir uns an den Aufstieg zum Campingplatz machten.