Mittwoch, 25. April 2018
Hier gibt es Viehcher
Damit meine ich nicht vorangig, die Ziegen und Schweine, die angepflockt an einem Olivenbaum die Wiese mähen; auch nicht die Schafherde, die einem auf der Landstraße entgegen kommt, noch die Hunde, die manchmal frei herum laufen und meist feig einen Bogen um einen herum machen, nein,
diese meine ich: Schwalben, die im Waschhaus auf den Deckenbalken sitzen und mich kontrollier? ob ich auf dem Klo sitze oder unter der Dusche stehe, Nicht weit davon sitzt der Partner in einem stabil gebautem Nest. Schön, - das gibt es zu Hause leider nicht mehr.
Zu dieser Geschichte gehört natürlich auch, dass die Windschutzscheibe aussieht wie ein Massengrab und abends das Fläschchen Autan, das gut Wirkung zeigt, - auch schön?
Nicht unbedingt schön, aber schauen wir uns alles gemeinsam an, dann finde ich das hier schöner wie zu Hause. Da bin ich altmodisch, die Agrar-Industrie kann mich nicht überzeugen, seitdem die ihr Gift verstreut, ist die Ernährungssituation auf der Erde kein Deut besser geworden. Es geht nicht um ein Arbeiten gegen die "Fehler" der Natur. Hornissen sind kein Fehler und all die anderen Insekten auch, es geht darum die Natur zu verstehen und mit ihr zu arbeiten.
Da fielen mir heute Morgen ein Käfer und eine Biene auf einer Blüte auf, die gingen nicht auf einander los, die vertrugen sich, da beide wussten, dass sie satt werden würden. Vielleicht ist das der Ansatz die Probleme auf der Erde zu lösen, einschließlich der Flüchtlinge.
Das war dann wohl mein "Wort zum Sonntag", ich verspreche, dass sich das wieder ändert.
Dienstag, 24. April 2018
Fahrradtour auf der Mani
Da Gythio auf der Halbinsel Mani liegt, wenn auch ganz im Norden, ist der Titel durchaus richtig.
So traumhaft die Landschaft ist, so erschreckend sind die leer stehenden Appartementhäuser oder die skelettartigen Ruinen.
Auch hier fanden wir die berühmten Wohntürme der Mani, zum Teil noch bewohnt oder im alten Stil neu gebaut, die richtig schick aussehen. Aber das sind alles Ferienhäuser, die von ihren Besitzern nur kurzfristig bewohnt werden.
Zurück sind wir durch die Olivenplantagen nach Gythio gefahren, um noch mal "unser" Restaurant auf zu suchen.
Auf dem Weg lag, nein, auf dem Weg lag zum Glück gar nichts, aber am Straßenrand sahen wir eine Verkaufsstelle von selbst gepresstem Olivenöl, eingemachten Oliven und Wein. Dort haben wir probiert, - etwas mitgenommen und uns vorgenommen, bei der Weiterfahrt mit dem Wohnmobil hier noch einmal Halt zu machen. Sinniger Weise war neben der Ölmühle gleich eine Kfz-Werkstatt, ob dort die weniger guten Sorten weiter verwendet werden?
Im Gegensatz zu sonst, ihr erinnert euch?, ich wollte vom Lokal erzählen, bestellten wir, was wir von zu Hause aus kennen: Fleischspieße bzw. Gyros. Es war OK, aber das hätten wir auch zu Hause essen können. Das nächste Mal werden wir wieder mehr Mut aufbingen.
Montag, 23. April 2018
Gythion
Heute sind wir in das Städtchen hinein gefahren. Mit den Fahrrädern ging das problemlos.
Zuerst fuhren wir auf die Insel, ja, das geht, weil sie einen Damm aufgeschüttet haben und fuhren bis zum Leuchtturm. Der Blick auf die Uferpromenade ist reizvoll. Die Frage stand nur im Raum: Wo trinken wir unseren "american Coffee". Ja den café americano der Italiener gibt es auch hier. Immer eine schöne große Tasse voll Crema und ein großes Glas Wasser dazu. Für uns perfekt, für andere ein Graus, jeder wie er es mag.
Dann fuhren wir die ganze Promenade ab, fast bis zu der rostigen Frachter. Zurück fuhren wir durch die Altstadt und schauten wo die Nicht-Touris so leben. Meistens waren die Häuser sehr gepflegt, aber es gab auch Ruinen, die man sicher preiswert erwerben könnte.
Überall blühten Blumen: Geranien, Aloen und Bougenvillea, die bis zum 2. Stock hinauf blühten.
Nun wurde es langsam Zeit sich ein Lokal auszu suchen. Wir entschieden uns für das letzte der Hafenpromenade: Taverne Barba Sideris, Sehr gemütlich eingerichtet, schöne Gartenterasse, Kakteen und eine umfangreiche Karte (auch auf Deutsch).
Wir bestellten eine spezielle Pita mit Spinat und Fetakäse, so wie einen Auberginen-Käse-Auflauf, dazu das obligatorische Röstbrot mit Olivenöl und Kräutern und endlich mal einen richtig trockenen Rotwein. Die Teller wurden ratzeputz leer gegessen, es waren ja auch nur zwei Vorspeisen, aber die haben uns vollkommen ausgereicht. Leer gegessen haben wir, da es so gut war.
Auf dem Heimweg fuhren wir noch einem Bäcker und einem Supermarkt vorbei und jetzt wird nur noch gefaulenzt.
Sonntag, 22. April 2018
Überquerung des Parnon-Gebirges
Um aber bis hier her zu kommen, musste unser Wägelchen sich ziemlich anstrengen.
Aber eins nach dem anderen: Der erste Abschnitt verläuft im Tal des Daphnón. Im vielen Kurven und noch einiger Maßen breiten Straße schlängeln wir uns das Tal hinauf. Auf geraden Abschnitten ist auch mal 50 km/h drin, aber eher selten, meistens war ich zufrieden mit 20 die Kurven zu nehmen. Selten gab es Buchten, die ein anhalten ermöglichten, so wie hier (s. Bild).
Ab dieser Höhe hatte die Natur auch noch pflanzenmäßig vieles zu bieten, während es an der Küste bereits zu trocken war.
Nun, wir hatten erst die Hälfte an Höhenmetern geschafft, weiter ging es von Serpentine zu Serpentine.
Oben änderte sich die Vegetation schlagartig, es war grün, wir fuhren durch Nadelwald und fühlten uns fast wie im Schwarzwald.
Die Entspannung währte aber nur kurze Zeit, denn mit dem Erreichen der Ortsgrenze von Kosmas auf 1150 m Höhe, war die Straße meist nur einspurig, wenn mal etwas mehr Platz war, dann wurde dort geparkt, dazu war die Straßenführung sehr eckig, man konnte nie vorher sehen, was als nächstes kam. Zum Glück war es Sonntag Mittag und die männliche Bevölkerung hielt sich in den Cafés um die Kirche auf, natürlich samt ihren Autos, was noch mal etwas Nerven kostete bis das Wohnmobil in einer Parkbucht stand und so, dass wir auch wieder hinaus kamen..
Der Platz vor der Kirche ist wunderschön. Es gibt einige nette Geschäfte und Restaurants, wo wir eine Kasserolle mit Lamm bzw. Hasen bekamen, welche einfach nur gut schmeckte.
Die Abfahrt vom Berg war dann ein Vergnügen: Die Straße war breit und gut ausgebaut. Später ging es zwischen Olivenbäumen durch, bis wir die Küste erreichten.
Hier liegt und rostet vor sich hin ein alter Frachter, der wohl noch nicht einmal zu Schrott taugt.
Die Campingplätze von Gythion liegen etwas südlich des Ortes. Hier auf dem Campingplatz Gythion Bay werden wir wohl die nächsten Tage verbringen.
Samstag, 21. April 2018
Von Astros nach Leonidio
| Ligeria - Beach von Tiros |
Für einen Campingplatz ist es hier zu eng. Den findet man 5 km entfernt an der Küste in Plaka. Angrenzend findet man Olivenhaine und Gemüsefelder, piko bello Sanitäranlagen und auf einer Seite ein Zugang zum Strand, am Hafen neben mehreren Lokalen auch 2 Supermärkte, nicht riesig aber für das Wichtigste ausreichend.
| Leonidio Ortsdurchfahrt |
| Traditionelle Küche |
Freitag, 20. April 2018
Astros
Gestern sind wir bis Paralio Astros gekommen. Wir stehen hier auf einem kleinen einfachen Campingplatz vor dem Ort.
Heute Morgen haben wir die Fahrräder heraus geholt und sind zum Hauptort Astros gefahren (Markt) und dann noch mal etwa 5 km das Tal in Richtung Tripoli hinauf. Dort befindet sich das Kloster Lukós. Der Führer nennt es, eines der wenigen, das gut zugänglich ist.
Traumhaft schön ist der Garten. In den Wänden findet man Marmorsteine, die von einer nahen römischen Villa stammen, von der allerdings kaum mehr etwas vorhanden ist.
Aufgefallen sind uns an den Straßen die vielen Miniaturkirchen, die wie bei uns an die Kreuze nach tödlichen Unfällen erinnern.
Wenn das stimmt, dann stirbt ein Großteil der Griechen auf der Straße, aber so fahren sie überhaupt nicht. Deswegen muss es eine andere Erklärung geben.
Außerdem haben wir solche Gebäude auch als Dutzendware in Baumärkten gesehen.
Gefallen hat mir auch diese Aufhängung der Glocke. An dem Strick hängt auf der anderen Seite ein zweiter Klöppel, der zu einer kleineren Glocke über dem Eingang der Kirche gehört. Zieht man am Strick, so erklingen beide.
Zurück ging es auf schneller Fahrt nach Astros und weiter zum Hafenstädtchen, wo wir noch rechtzeitig zum Mittagessen ankamen. Hier liegen viele Fischerboote und so zeigte man unsgleich, was die Wirte uns fangfrisch anbieten können.
Donnerstag, 19. April 2018
Epidauros & Nafplio
Gestern stand uns ein Highlight bevor. Das Theater von Epidauros, das aber nur ein Teil eines Kurortes war. Eine ganze Stadt hat und ist man noch am ausgraben. Das Theater liegt wunderschön in der Landschaft und man kann sich vorstellen, dass dort eine Theaterveranstaltung etwas ganz besonderes ist. Bei dem busweise Durchschleusen von Personen, war von der Akustik nicht all zu viel zu bemerken.
Aber auch die anderen Anlagen waren es wert besichtigt zu werden. Vor allem das Stadion mit seinen erhaltenen Tribünen ist beeindruckend. Mich reizten die alten Steine, die in einer vielfältigen Blumenwiese herum lagen.
Später fuhren wir auf Nebenstraßen nach Drepano, südlich von Nafplio. Dabei kamen wir an einer typischen griechisch-orthodoxen Kirche vorbei. In ihrer Farbgebung passt sie sich angenehm in die Landschaft ein.
Zum Glück haben auch hier die ersten Campingplätze geöffnet, aber es ist offensichtlich, dass die Saison noch nicht begonnen hat. Essen muss ;-) man, wo die einheimischen Essen, meist sind es Tavernen, was wir als keinen Nachteil empfinden:
Geröstetes Brot mit Olivenöl, gebackener Käse und Auberginenpaste. So was von gut, natürlich waren das die Vorspeisen und eigentlich hätte das gereicht. Dabei muss ich anmerken, dass ich Auberginen nicht mag, da fehlt mir der Biss und auch der Geschmack ist eigentlich etwas fad, aber hier, erst die fritierten Auberginen und jetzt das Mus, das stellt mein Weltbild auf den Kopf.
Nafplio ist ein sehr gepflegtes Städtchen, dass durch seine vielfältigen Geschäfte brilliert. Es macht wirklich Spaß durch die Gassen zu schlendern, an den Schaufenstern stehen zu bleiben und die Waren zu bewundern, kaum Kitsch, schöne Handwerkskunst in gepflegten Gassen.
Die 990 Stufen zur Festung hinauf haben wir wegen 29°C in der Sonne ausgelassen.
Ja, da ist noch was: Wenn ihr jemanden kennt, der vielleicht Interesse an dem Blog hat, dann schickt ihm den Link dazu. Der Blog ist eh öffentlich, aber ohne Hilfe wird ihn wohl kaum einer finden.
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